Auktion 158

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Moderne und Zeitgenössische Kunst

Samstag, 13. Dezember 2025, 11:00 Uhr - im Nachverkauf

Los 205 Alfred Hrdlicka. Entwurf zum Antikenporno V. …

Entwurf zum Antikenporno V. 1982. Kohle und farbige Kreide auf braunem Fabriano Roma Bütten (mit Wz.). 66,5 x 49 cm. Signiert und datiert. Auf Unterlage montiert, im Passepartout freistehend, unter Plexiglas gerahmt. - Technikbedingt vereinzelt etwas fingerfleckig oder mit leichten Verwischungen, in den Ecken mit kl. Einstichlöchlein sowie verso mit punktuellen Spuren vorheriger Montierung. Insgesamt sehr gut. In kräftigen Strichen erfasste, expressive Komposition.

Österreichische Moderne – Vgl. Hilger (Hg.), Hrdlicka Faust Bühnenbilder, 1983, Bl. 34 (mit Abb.). - Mit dem "Antikenporno" schuf Alfred Hrdlickas eine provokative Serie von Zeichnungen und Skulpturen, in denen er Motive der antiken Kunst und Mythologie aufgreift und sie mit expliziten, erotischen Darstellungen kombiniert. "Hrdlicka ironisiert (...) das deutsche Bild der Antike, das sich letztlich, so Hrdlickas These, als Ideal der klassischen Schönheit aus einem Anschauungsmaterial von Trümmern konstituierte" (Paul Kruntorad, "Bühnenbild als Kunst. Kunst als Bühnenbild". In: Hrdlicka Faust Bühnenbilder, 1983.) Dabei spielt er mit der Grenze zwischen Kunst und Pornografie, um Fragen nach Macht, Gewalt und Sexualität in der Gesellschaft zu thematisieren. Hrdlickas Arbeiten in dieser Serie stießen oft auf heftige Kontroversen, da sie als Tabubruch gegenüber der klassischen Darstellung der Antike verstanden wurden.

Austrian Art – Charcoal and coloured chalk on brown Fabriano Roma laid paper (with watermark). Signed and dated. Spot mounted to underlying mat, framed free-standing under plexiglass. - Some occasional fingerstaining or slight smudging due to the technique, small pinholes in the corners and traces of previous mounting on the verso. Overall very good. Expressive composition captured in bold strokes. - Cf. Hilger (ed.), Hrdlicka Faust Bühnenbilder, 1983, p. 34 (with illustration). - With 'Antikenporno', Alfred Hrdlicka created a provocative series of drawings and sculptures in which he explored motifs from ancient art and mythology and combined them with explicit, erotic depictions. 'Hrdlicka ironises (...) the German image of antiquity, which, according to Hrdlicka's thesis, ultimately constituted itself as an ideal of classical beauty from a visual material of ruins' (Paul Kruntorad, 'Bühnenbild als Kunst. Art as stage design'. In: Hrdlicka Faust Bühnenbilder, 1983.) He playfully explores the boundary between art and pornography in order to thematise questions of power, violence and sexuality in society. Hrdlicka's works in this series often provoked fierce controversy, as they were seen as a breach of taboo in relation to the classical depiction of antiquity.

Nachverkaufspreis: 1500 €

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