Online Katalog mit allen Losen / Auktion 161
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Samstag, 24. Oktober 2026
Lose 1 - 1706
Los 860 Friedrich Nietzsche. Richard Wagner à Bayreuth. …
Richard Wagner à Bayreuth. Traduit par Marie Baumgartner avec l'autorisation de l'auteur. Schloss-Chemnitz u.a., Schmeitzner u.a., 1877. 1 Bl. (Tit.), 197 (3, Druckerverm., Errata) S. Gering späterer Pappband à la Bradel mit goldgeprägtem Rückentitel auf montiertem Papierschildchen, die Deckel bezogen mit gezogenem Marmorpapier, der türkisfarbene Originalumschlag mit typographischem Umschlagtitel miteingebunden (an den Kapitale mit minimalen Fehlstellen, Rücken nachgedunkelt, Ecken und Kanten gering bestoßen).
Nietzscheana - Sammlung Dite
Philosophie und Soziologie – Erste französische Ausgabe des letzten Teils von Nietzsches "Betrachtungen", erschienen im Jahr nach der Erstausgabe. - Schaberg 28. - Schaberg, All Things Nietzsche, Kat. 16, S. 10-16. - Letzte Schrift eines von Nietzsche ursprünglich auf 13 Texte angelegten Publikationsprojektes zu sozialen, philosophischen, religiösen und wirtschaftlichen Fragen der Zeit, beinhaltend eine Würdigung Wagners, aber auch schon eine Ablehnung des einsetzenden Wagner-Kults anlässlich der gleichenjahrs inaugurierten Bayreuther Festspiele. "It symbolized for Nietzsche "the extirpation of the German spirit in favor of the German Reich." (Schaberg, S. 16) - Die Übersetzung stammt von Marie Baumgartner-Köchlin (1831-97) aus dem Badischen Lörrach, eine enge intellektuelle Vertraute und (Brief-)Freundin Nietzsches. Dieser lernte Baumgartner im Herbst 1874 über ihren Sohn Adolf kennen, der in Basel Griechisch bei dem Philosophen studierte und dem augenkranken Nietzsche oft als Vorleser und Schreiber diente. Baumgartner übersetzte "Schopenhauer als Erzieher" und eben vorliegenden Essay über Wagner, die erste Publikation eines Texts Nietzsches in französischer Sprache, womit sie maßgeblich zu dessen frühem internationalen Erfolg beitrug - 1100 bis 1200 Exemplare wurden von Jahncke in Berlin für Schmeitzner gedruckt. Noch nach mehreren Jahren waren lediglich 33 davon verkauft, die Restauflage von 967 Exemplaren wurden im Zuge der Insolvenz des Verlegers im Jahr 1886 von Nietzsches erstem Verleger Fritzsch und schließlich von Druckerverleger Naumann übernommen, der die Vorderseiten der Umschläge wie hier vorliegend, mit seinem Stempel versah. - Einige wenige zarte Marginalien mit Bleistift, papierbedingt durchgehend gebräunt, insgesamt sehr sauberes und schmuck gebundenes Exemplar mit zwei von drei vollen Rändern.
Philosophy and Sociology – First French edition of the last part of Nietzsche's "Meditations", published in the year following the first edition. Bound in a slightly later Bradel-style cardboard binding with gilt title on the spine on a mounted paper label. The boards are covered with marbled paper, and the original turquoise dust jacket with a typographic title on the front is bound in (minimal loss to the top edge, spine somewhat darkened, corners and edges slightly bumped). - For references see above. - The fourth and last work in a publication project originally planned by Nietzsche to comprise 13 texts on the social, philosophical, religious and economic issues of the time, containing a tribute to Wagner but also an early rejection of the emerging Wagner cult following the inauguration of the Bayreuth Festival that same year. "For Nietzsche, it symbolised 'the extirpation of the German spirit in favour of the German Reich'." (Schaberg, p. 16) - The translation was done by Marie Baumgartner-Köchlin (1831-97) from Lörrach in Baden, a close intellectual confidante and (corresponding) friend of Nietzsche's. Baumgartner met Nietzsche in 1874 through her son Adolf, who was studying Greek in Basel under the philosopher and who often acted as a reader and scribe for Nietzsche, who suffered from poor eyesight. Baumgartner translated "Schopenhauer als Erzieher" and the present essay on Wagner - the first publication of a text by Nietzsche in French - thereby contributing significantly to his early international success. - 1,100 to 1,200 copies were printed by Jahncke in Berlin for Schmeitzner. Even after several years, only 33 of these had been sold. Following Schmeitzner's insolvency in 1886 the remaining 967 copies passed into the hands of Nietzsche's first publisher Fritzsch and finally of printer-publisher Naumann, who stamped the front wrappers with his mark, as seen here. - A few faint marginal notes in pencil, browned throughout due to the paper for this edition. Overall, a very clean and attractively bound copy with two of the three margins deckle edge.
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