Auktion 161

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Wertvolle Bücher, Graphik, Historische Photographie

Samstag, 24. Oktober 2026

Lose 1 - 1706

Los 206 Jordánszky-Kodex. 2 Bde. …

Jordánszky-Kodex. 2 Bde. Vollständiges Faksimile der Handschrift MS. II. der Esztergomer Erzbischöflichen Bibliothek. Helikon Kiadó, Budapest/Békéscsaba, 1984. 194 Bll. Kl.-Folio. Ldr. mit Metallbeschlägen und Verschlussschließen an den Ecken, passend zum Originaleinband (Faksimile) u. OPpbd. (Kommentar).

Buchwesen - Faksimileausgaben – Der Jordánszky-Kodex (1516-1519) ist neben dem Wiener Kodex und der Huszita-Bibel eine der wichtigsten frühen ungarischen Bibeln und enthält fast das gesamte Neue Testament sowie Teile des Alten Testaments in ungarischer Sprache. Das 194-blättrige Manuskript (30 × 23 cm) wird original in der Esztergomer Erzbischöflichen Bibliothek unter der Signatur MS. II.1 aufbewahrt. Der Codex ist die zweitälteste zusammenhängende ungarische Bibelübersetzung und wurde von einem einzigen Schreiber in kursiver Bastarda-Schrift verfasst, dessen Arbeit ein dreistufiges Dekorationssystem aus Zierschrift, einfachen Initialen und aufwendigen Renaissance-Federzeichnungs-Initialen zeigt. Die künstlerische Ausstattung - insbesondere Initialen und der blindgeprägte Lövöldi-Lederband - lässt sich derselben Kartäuser-Werkstatt zuordnen, die auch den Érdy-Kodex schmückte, was einen stilistischen Übergang von Spätgotik zu Renaissanceformen dokumentiert.

Books on Books - Facsimile Editions – The Jordánszky Codex (1516-1519) is one of the most important early Hungarian Bibles, alongside the Vienna Codex and the Huszita Bible, and contains almost the entire New Testament as well as parts of the Old Testament in Hungarian. The 194-leaf manuscript (30 × 23 cm) is housed in its original location at the Archiepiscopal Library in Esztergom under the call number MS. II.1. The codex is the second-oldest continuous Hungarian Bible translation and was written by a single scribe in cursive Bastarda script, his work features a three-tiered decorative system consisting of ornamental script, simple initials, and elaborate Renaissance pen-drawn initials. The artistic decoration-particularly the initials and the blind-embossed Lövöldi leather binding-can be attributed to the same Carthusian workshop that also decorated the Érdy Codex, documenting a stylistic transition from Late Gothic to Renaissance forms.

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