Online Katalog mit allen Losen / Auktion 161
Wertvolle Bücher, Graphik, Historische Photographie
Samstag, 24. Oktober 2026
Lose 1 - 1706
Los 956 Ludovic Halévy. La Famille Cardinal.Illustrée …
La Famille Cardinal.Illustrée d'un portrait de l'auteur et de trente-trois monotypes en noir et en couleurs par Edgar Degas. Mit 33 (davon 6 kolorierten) Original-Radierungen von Maurice Potin nach den Monotypien von Edgar Degas, ausgeführt in der Technik der weichen Grundätzung (eau-forte à la manière du soft-ground) auf Kupferplatten, die nach den originalen Monotypien Degas' übertragen wurden. Paris, Blaizot & Fils, 1939. 2 Bll., 161 S., 1 Bl. 4°. OBrosch. mit DTitel (am unteren Kapital schwach knickspurig).
Degas, Edgar
Moderne Literatur und Kunst – Erste Ausgabe. - Adhémar 71. - Monod 5797. - Skira 58. - Stern 25 - Eins von 325 (GA 350) nummerierten Exemplaren auf Vélin de Rives. - Mit einem Vorwort von Marcel Guérin. - Einziges von Degas illustrierte Buch. - Dieses Werk gilt als das einzige Buch, dessen Illustration vollständig von Edgar Degas konzipiert und ausgeführt wurde. Degas fertigte die zugrundeliegenden Monotypien bereits um 1880-1883 an, in der Absicht, eine Neuausgabe der Erzählungen seines engen Freundes Ludovic Halévy zu illustrieren, die das Leben der Ballettratten Pauline und Virginie Cardinal sowie ihrer Familie hinter den Kulissen der Pariser Opéra schildern Halévy schrieb mehrere Kurzgeschichten, die zwischen 1870 und 1880 einzeln und 1883 mit Illustrationen von Massard unter dem Titel "La famille Cardinal" veröffentlicht wurden. Eine weitere, von Charles Léandre illustrierte Ausgabe erschien 1893. Degas Monotypien beziehen sich alle auf die ersten drei von acht Kurzgeschichten, welche bereits bis Ende 1875 veröffentlicht worden waren. Anzunehmen ist, dass eine Herausgabe der ersten drei Geschichten mit Illustrationen von Degas geplant war, zu der es allerdings nicht kam. Halévy schienen die Bilder, vielleicht da Degas auf ihnen den Erzähler der Geschichten Halévy ähneln ließ, nicht gefallen zu haben. (vgl. Sutherland Boggs: Degas. New York, 1988. S. 280.) Erst 1918, nach dem Verkauf der Werke aus Degas' Nachlass, taucht ein Konvolut von 35 Monotypien, 30 zweiten Abzügen und elf Zeichnungen als Einzellos wieder auf, es wurde später von Marcel Guérin, dem Verleger Auguste Blaizot und dem Sammler David David-Weil erworben. Guérin und Blaizot veröffentlichten 1938/39 schließlich 34 der Motive in dieser limitierten Ausgabe: Die originalen Monotypien wurden auf Kupferplatten übertragen und vom Peintre-Graveur Maurice Potin in eigenhändiger Radiertechnik gestochen und gedruckt, teils in der Werkstatt Potins, teils bei dem Meisterdrucker Raymond Haasen. Da zahlreiche der originalen Monotypien Degas' im Laufe der Zeit verlorengegangen sind, stellen diese Radierungen für viele Motive die einzige erhaltene Dokumentation dar. Das Werk wurde von führenden Degas-Kennern wie Jean Adhémar, Françoise Cachin, Eugenia Parry Janis und Jean Sutherland Boggs eingehend gewürdigt und katalogisiert - Schönes breitrandiges u. unbeschnittenes Exemplar.
Modern Literature and Art – With 33 (6 of them hand-colored) original etchings by Maurice Potin after Edgar Degas's monotypes, executed in soft-ground etching (eau-forte à la manière du soft-ground) on copper plates transferred from Degas's original monotypes. -First Edition. - One of 325 (total edition 350) numbered copies on Vélin de Rives. - With a preface by Marcel Guérin. - The only book illustrated by Degas. - This work is considered the only book whose illustrations were entirely conceived and executed by Edgar Degas. Degas produced the underlying monotypes as early as around 1880-1883, intending to illustrate a new edition of the stories by his close friend Ludovic Halévy, which depict the life of the ballet girls Pauline and Virginie Cardinal and their family behind the scenes of the Paris Opéra. Halévy wrote several short stories, which were published individually between 1870 and 1880 and then collected in 1883, illustrated by Massard, under the title "La famille Cardinal." A further edition, illustrated by Charles Léandre, appeared in 1893. All of Degas's monotypes relate to the first three of the eight short stories, which had already been published by the end of 1875. It can be assumed that a publication of these first three stories with illustrations by Degas was planned but never came to fruition. Halévy apparently did not like the images-perhaps because Degas had made the narrator of the stories resemble Halévy himself. (cf. Sutherland Boggs: Degas. New York, 1988, p. 280.) It was not until 1918, following the sale of works from Degas's estate, that a group of 35 monotypes, 30 second impressions, and eleven drawings resurfaced as a single lot, it was later acquired by Marcel Guérin, the publisher Auguste Blaizot, and the collector David David-Weil. In 1938/39, Guérin and Blaizot finally published 34 of the motifs in this limited edition: the original monotypes were transferred onto copper plates and etched and printed by hand by the peintre-graveur Maurice Potin, partly in Potin's own workshop and partly by the master printer Raymond Haasen. Since numerous original monotypes by Degas have been lost over time, these etchings represent the only surviving documentation for many of the motifs. The work has been extensively studied and catalogued by leading Degas scholars such as Jean Adhémar, Françoise Cachin, Eugenia Parry Janis, and Jean Sutherland Boggs. - A fine copy with wide margins, unbound and untrimmed (uncut).
Limitpreis: 1200 €
Schätzpreis: 1600 €
Aufgeld und Besteuerung
Dieses Werk ist differenzbesteuert. Auf den Zuschlagspreis fallen 29,85% Aufgeld an. Die Mehrwertsteuer ist enthalten aber nicht ausweisbar nach §25a UstG.
Versand
Eine Abholung dieses Werkes ist in unseren Räumlichkeiten in der Potsdamer Str. 16, 14163 Berlin nach Terminvereinbarung möglich.
Wünschen Sie einen Versand des Werkes, kontaktieren Sie uns gern für eine Beratung und Versandkalkulation. Gerahmte Lose werden wegen des Bruchrisikos ausschließlich durch eine Spedition versandt. Der Postversand erfolgt nur
auf ausdrücklichen Wunsch und auf Gefahr des Käufers.
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Unsere Allgemeine Geschäftsbedingungen können Sie hier einsehen
Folgerecht
Auf den Verkaufserlös aller Originalwerke der bildenden Kunst und der Photographie, deren Urheber noch nicht 70 Jahre vor dem Ende des Verkaufes verstorben sind, werden anteilig z.Zt. zusätzlich 2 % (Änderung vorbehalten) der Zuschlagspreise ab 400€ für die VG Bild-Kunst berechnet, die nach § 26 UrhG die Urheberrechte bildender Künstler vertritt.
Gebot einreichen
unter Anerkennung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Jeschke van Vliet Auctions Berlin GmbH möchte ich an Ihrer Auktion teilnehmen.