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Samstag, 24. Oktober 2026
Lose 1 - 1706
Los 914 Antonin Artaud. Le Théâtre de Séraphin. …
Le Théâtre de Séraphin. Vorzugausgabe mit 8 ganzseitigen Radierungen von Georg Baselitz,und einer Extrasuite von zusätzlichen 8 handsignierten Radierungen in Rotorange gedruckt im Atelier AD, sowie einem Druck der autographen Komposition von Wolfgang Rihm. Paris: éditions du Solstice, 2003. Folio. Lose Doppelblätter , in den schlichten weißen Original-Umschlägen des Verlags. In schwarzer, rot betitelter Leinen-Chemise und Schuber von Atelier Bernard Duval.
Baselitz, Georg
Moderne Literatur und Kunst – Le Théâtre de Séraphin ist ein Künstlerbuch von 2003, das Literatur, Grafik und Musik verbindet. Der Text stammt von Antonin Artaud, dazu kommen acht ganzseitige Radierungen von Georg Baselitz, in Rotorange gedruckt, und eine unveröffentlichte Partitur von Wolfgang Rihm, als Faksimile seiner Handschrift wiedergegeben. Artauds Text erscheint auch in der Gallimard-Ausgabe als Anhang zu Le Théâtre et son double. Die Radierungen zeigen Teile des menschlichen Körpers, darunter auffallend viele Hände. Der einheitlich rote Druck verleiht den isolierten Gliedern und Gesten eine große Intensität. Das knüpft an Artauds Theater an, das auf den Körper als Ausdrucksträger setzt. Die Radierlinie und Rihms Notenhandschrift stehen als unmittelbare Spuren der Künstlerhand nebeneinander. Antonin Artaud (1896-1948) war Dichter, Schauspieler und Theatertheoretiker. In Le Théâtre et son double (1938) entwickelte er das "Theater der Grausamkeit", das den Text als Mittelpunkt der Aufführung ablehnt. Sein Denken prägte Theater, Performance und bildende Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig. Georg Baselitz (1938-2026), geboren als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz bei Kamenz, wurde wegen "gesellschaftspolitischer Unreife" von der Ost-Berliner Hochschule verwiesen und studierte in West-Berlin weiter. Die menschliche Figur, oft verfremdet und auf den Kopf gestellt, ist das zentrale Thema seines Werks als Maler, Bildhauer und Grafiker. Wolfgang Rihm (1952-2024), geboren in Karlsruhe, war einer der produktivsten und meistgespielten Komponisten der Gegenwart mit über 500 Werken. Mit Séraphin (1994) trägt auch ein eigenes Musiktheater den Namen, den Artaud seinem Text gab.
Modern Literature and Art – Le Théâtre de Séraphin. Deluxe edition with 8 full-page etchings by Georg Baselitz and an additional suite of 8 hand-signed etchings, printed in red-orange by Atelier AD, together with a print of the autograph musical composition by Wolfgang Rihm. Paris: éditions du Solstice, 2003. Folio. Unbound bifolia, in the publisher's plain white wrappers. Housed in a black cloth-covered chemise lettered in red and a slipcase by Atelier Bernard Duval. Le Théâtre de Séraphin is an artist's book of 2003 that unites literature, graphic art and music. The text is by Antonin Artaud. It is accompanied by eight full-page etchings by Georg Baselitz, printed in red-orange, and an unpublished score by Wolfgang Rihm, reproduced in facsimile of his manuscript. Artaud's text also appears in the Gallimard edition as an appendix to Le Théâtre et son double. The etchings depict parts of the human body, with a striking number of hands. The uniform red printing lends the isolated limbs and gestures great intensity. This echoes Artaud's theater, which treats the body as the vehicle of expression. The etched line and Rihm's musical handwriting stand side by side as direct traces of the artist's hand. Antonin Artaud (1896-1948) was a poet, actor and theorist of the theater. In Le Théâtre et son double (1938) he developed the "Theater of Cruelty," which rejects the primacy of the text in performance. His thinking had a lasting influence on theater, performance and the visual arts of the 20th century. Georg Baselitz (1938-2026), born Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz near Kamenz, was expelled from the East Berlin art academy for "socio-political immaturity" and continued his studies in West Berlin. The human figure, often distorted and turned upside down, is the central theme of his work as a painter, sculptor and printmaker. Wolfgang Rihm (1952-2024), born in Karlsruhe, was one of the most prolific and most frequently performed composers of his generation, with more than 500 works. His music theater Séraphin (1994) bears the same name that Artaud gave to his text.
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