Auktion 161

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Samstag, 24. Oktober 2026

Lose 1 - 1706

Los 1604 Johann Jakob von Tschudi. Monographie der …

Monographie der Schweizerischen Echsen. Mit 2 Kupfertafeln (davon 1 gefaltet). Neuchâtel, Selbstverlag, 1837. 2 (2) S. Hlwd. d. Zt. (Einband gering bestoßen).

Zoologie - Herpetologie

Naturwissenschaften – Boulenger, Catalogue of the Lizards, 18. - Engelmann, 1095. - Erste Ausgabe. - Erste, im Selbstverlag erschienene Einzelausgabe der bahnbrechenden Erstlingsschrift des erst neunzehnjährigen Johann Jakob von Tschudi (1818-1889), die zugleich seinen Einstieg in die naturwissenschaftliche Forschung markiert. In dieser ersten Frucht seiner zoologischen Studien unterzieht Tschudi die einheimische Echsenfauna der Schweiz einer systematischen Neubearbeitung, ordnet die Arten nach dem von Linné begründeten, breit gefassten Gattungsbegriff "Lacerta" und liefert damit eine der frühesten monographischen Bearbeitungen der Schweizer Herpetofauna überhaupt. Die Arbeit entstand im unmittelbaren wissenschaftlichen Umfeld des Neuenburger Naturforschungsmuseums, dem Tschudi als junger Sammler und Präparator verbunden war, und bereitete methodisch seine spätere, ein Jahr darauf publizierte "Classification der Batrachier" sowie seine umfangreichen herpetologischen Arbeiten zur südamerikanischen Fauna Peruana vor. Mit ihrem Erscheinen im ersten Band der "Neuen Denkschriften der Allgemeinen Schweizerischen Gesellschaft für die gesammten Naturwissenschaften" reiht sich das Werk zudem in eine der bedeutendsten Publikationsreihen der frühen Schweizer Naturwissenschaft ein, in der im selben Jahrgang auch Adolf Otths namensgebende Beschreibung des von Tschudi mitentdeckten "Discoglossus sardus" erschien. Als seltene selbständige Ausgabe des Separatums - die meisten Bibliotheksexemplare liegen nur unselbständig im Sammelband der Denkschriften vor - zählt das schmale, mit nur einer Tafel illustrierte Heft zu den gesuchten frühen Zeugnissen der Schweizer Herpetologiegeschichte und zum bibliographisch greifbaren Ausgangspunkt von Tschudis späterer Weltgeltung als Zoologe, Peru-Forscher und Diplomat.

Natural Sciences – Zoology. - Herpetology. - With 2 engraved plates (1 folding). Contemporary half-cloth (binding slightly rubbed). First separately issued, self-published edition of the pioneering debut work of the then only nineteen-year-old Johann Jakob von Tschudi (1818-1889), which also marks his entry into scientific research. In this first fruit of his zoological studies, Tschudi subjects the native lizard fauna of Switzerland to a systematic reworking, arranging the species according to the broadly conceived genus "Lacerta" established by Linnaeus, thereby providing one of the earliest monographic treatments of the Swiss herpetofauna altogether. The work originated in the immediate scholarly milieu of the Neuchâtel Museum of Natural History, with which Tschudi was affiliated as a young collector and preparator, and methodologically paved the way for his later "Classification der Batrachier," published a year afterward, as well as for his extensive herpetological work on the South American fauna of Peru. Through its appearance in the first volume of the "Neue Denkschriften der Allgemeinen Schweizerischen Gesellschaft für die gesammten Naturwissenschaften," the work further takes its place within one of the most important publication series of early Swiss natural science, in which, in the same volume, Adolf Otth's name-giving description of "Discoglossus sardus" - a species Tschudi had helped discover - also appeared. As a rare separately issued copy of the offprint - most library holdings survive only bound unseparated within the collective volume of the Denkschriften - this slim booklet, illustrated with only one plate, ranks among the sought-after early testimonies to the history of Swiss herpetology and marks the bibliographically tangible starting point of Tschudi's later worldwide renown as a zoologist, explorer of Peru, and diplomat.

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