Auktion 161

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Samstag, 24. Oktober 2026

Lose 1 - 1706

Los 1598 Camillo Ranzani. De chamaeleontibus. Mit zwei …

De chamaeleontibus. Mit zwei lithographischen Tafeln. Bologna, Emygidius ab Ulmo tiocchi, 1837. 26 S. Hldr. d. Zt. mit Hss. Deckelschild (berieben und beschabt).

Zoologie - Herpetologie

Naturwissenschaften – Adler III, 114. - Nicht bei Crane und Nissen. - OCLC nur ein Exemplar (Museum national d'Histoire naturelle, Paris). - Erste Ausgabe der bedeutenden herpetologischen Abhandlung des italienischen Naturforschers, Zoologen und Geistlichen Camillo Ranzani. Die lateinisch verfasste Schrift ist den Chamäleons gewidmet und gehört zu den frühen monographischen Arbeiten, welche diese außergewöhnliche Reptiliengruppe nicht bloß beschreibend, sondern unter systematischen, anatomischen und wissenschaftshistorischen Gesichtspunkten behandeln. Ranzani widmet sich der Stellung der Chamäleons innerhalb der Reptilienkunde, den überlieferten Arten und ihrer Abgrenzung sowie den charakteristischen Merkmalen der Tiere. Dabei wertet er die ältere zoologische Literatur kritisch aus und ordnet die bis dahin teils uneinheitlichen Angaben in einen systematischen Zusammenhang ein. Von besonderem Interesse ist die Verbindung von Naturbeobachtung, vergleichender Anatomie und taxonomischer Diskussion, wie sie für die naturwissenschaftliche Forschung der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kennzeichnend ist. Noch in späterer Fachliteratur wird Ranzanis Abhandlung als eine Arbeit hervorgehoben, die die historische Überlieferung zur Gattung zusammenführte. Camillo Ranzani war über beinahe vier Jahrzehnte, von 1803 bis 1841, Direktor des Naturhistorischen Museums in Bologna. Seine wissenschaftliche Arbeit umfasste weite Bereiche der Zoologie, er veröffentlichte Untersuchungen zu Reptilien, Fischen und Säugetieren und wirkte zugleich als Hochschullehrer und Akademiemitglied. Beispiel für Ranzanis wissenschaftlichen Ansatz: Chamäleons waren seit der Antike wegen ihres Farbwechsels, ihrer auffälligen Zunge und ihrer spezialisierten Füße Gegenstand teils legendenhafter Berichte. Eine Abhandlung wie Ranzanis De chamaeleontibus steht für den Übergang von solchen tradierten Naturgeschichten zu einer quellenkritischen, vergleichend-systematischen Zoologie: Frühere Angaben werden gesammelt, überprüft und für die wissenschaftliche Klassifikation nutzbar gemacht. - Makuliertes Exemplar des Tierphysiologschen Laboratoriums Amsterdam mit dessen Stempe, das vor 70 Jahren aufgelöst wurde. - Nur minimal fleckig bzw. gebräunt. - Sehr selten.

Natural Sciences – Zoology. - Herpetology. - With two lithographic plates. Bologna, Emygidius ab Ulmo Tiocchi, 1837. 26 pp. Contemporary half calf (rubbed and scuffed). First edition of this important herpetological treatise by the Italian naturalist, zoologist, and clergyman Camillo Ranzani. Written in Latin, the work is devoted to chameleons and ranks among the early monographic studies to examine this remarkable group of reptiles not merely descriptively, but from systematic, anatomical, and historiographical perspectives. Ranzani discusses the position of chameleons within reptile studies, the species known at the time and their delimitation, as well as the animals' characteristic features. He critically evaluates earlier zoological literature and brings together the hitherto partly inconsistent accounts within a systematic framework. Of particular interest is the combination of natural observation, comparative anatomy, and taxonomic discussion, characteristic of scientific research in the first half of the nineteenth century. Later specialist literature has likewise emphasized Ranzani's treatise as a work that brought together the historical record relating to the genus. For almost four decades, from 1803 until 1841, Camillo Ranzani served as director of the Natural History Museum in Bologna. His scientific work ranged widely across zoology, he published studies on reptiles, fishes, and mammals, and was active both as a university teacher and as a member of the academy. Ranzani's scientific approach may be illustrated by the example of chameleons themselves. Since antiquity, their colour-changing ability, conspicuous tongue, and specialized feet had made them the subject of partly legendary accounts. A treatise such as Ranzani's De chamaeleontibus represents the transition from such inherited natural histories to source-critical, comparative, and systematic zoology: earlier accounts were collected, scrutinized, and made usable for scientific classification. - Duplicate copy from the Tierphysiological Laboratory, Amsterdam, bearing its stamp, the institution was dissolved 70 years ago. - Only slightly stained or discolored. - Very rare.

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