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Wertvolle Bücher, Graphik, Historische Photographie
Samstag, 24. Oktober 2026
Lose 1 - 1706
Los 1340 Emile Zola. Edouard Manet. Étude …
Edouard Manet. Étude biographique et critique. Accompagnée d'un portrait d'Ed. Manet par (Marie) Bracquemond et d'une eau-forte d'Ed. Manet d'après Olympia. Mit zwei Radierungen. Paris, E. Dentu., 1867. 48 S. mit 2 Orig.-Radierungen. Dunkelroter Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel, reicher Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden). (Rücken fachmännisch restauriert).
Moderne Literatur und Kunst – Carteret II, 491. Lang, Impressionismus 17 (unter Bracquemond). Monod 11598. - Mit der Radierung "Olympia" (Guérin 39/VI) nach dem berühmtesten Gemälde des Künstlers. -Erste Ausgabe der seltenen Schrift, die zunächst am 1. Januar 1867 in der Revue du XIXe siècle veröffentlicht und anschließend, anlässlich von Manets eigener Ausstellung in einem eigens errichteten Pavillon an der Avenue de l'Alma, als Broschüre bei Dentu herausgegeben wurde. Zola, seit den frühen 1860er Jahren mit Manet befreundet, liefert weit mehr als eine Künstlerbiographie: Sein Text ist ein programmatisches Plädoyer für Manets moderne Malerei und eine der frühesten vehementen Verteidigungsschriften für dessen damals höchst umstrittenes Werk. Im Zentrum steht die beim Salon von 1865 ausgestellte Olympia, die wegen ihres unverhüllten, zeitgenössisch aufgefassten Aktes einen öffentlichen Skandal auslöste. Zola bezeichnet das Bild ausdrücklich als Meisterwerk und erkennt darin die unverwechselbare, ganz persönliche künstlerische Handschrift Manets. Die Veröffentlichung besitzt daher nicht nur literatur- und kunsthistorische Bedeutung, sondern dokumentiert zugleich einen zentralen Moment im frühen öffentlichen Diskurs über die moderne französische Malerei. Besonders bemerkenswert ist die originale Ausstattung: ein von Félix Bracquemond radiertes Porträt Manets sowie Manets eigene Radierung nach der Olympia. Diese kleine, für die Broschüre geschaffene Radierung von 1867 vermittelt Manets berühmte Komposition in einem eigenständigen graphischen Medium und macht den Band zu einem gesuchten Schnittpunkt von Zola-Sammlung, Manet-Graphik und Literatur zur Kunst der Moderne. - Seiten minimal gebräunt. Gutes Exemplar.
Modern Literature and Art – With 2 etchings. First edition of this rare work, first published in the Revue du XIXe siècle on 1 January 1867 and subsequently issued by Dentu in pamphlet form on the occasion of Manet's own exhibition, held in a purpose-built pavilion on the Avenue de l'Alma. A friend of Manet's since the early 1860s, Zola offers far more than an artist's biography: his text is a programmatic plea for Manet's modern painting and one of the earliest forceful defences of an artist whose work was then fiercely controversial. At its centre stands Olympia, exhibited at the Salon of 1865 and the cause of a public scandal because of its unvarnished, resolutely contemporary treatment of the nude. Zola expressly calls the painting a masterpiece, recognizing in it Manet's unmistakable and intensely individual artistic hand. The publication is therefore significant not only for literary and art history, but also as a document of a pivotal moment in the early public debate surrounding modern French painting. Especially notable is the original illustration: an etched portrait of Manet by Félix Bracquemond, together with Manet's own etching after Olympia. Created for this pamphlet in 1867, this small print translates Manet's celebrated composition into an autonomous graphic medium, making the volume a sought-after intersection of Zola collecting, Manet printmaking, and literature on modern art. Pages minimally browned. A good copy.
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