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Moderne und Zeitgenössische Kunst
Samstag, 11. Juli 2026, 11:00 Uhr - im Nachverkauf
Los 421 James Rosenquist. Paper Suit. 1998 Papieranzug …
Paper Suit. 1998 Papieranzug aus Dupont Tyvek. Höhe ca. 180,0 cm x 85 x 0,5 cm. Auf der rechten Jackeninnenseite signiert: James Rosenquist (silberner Faserstift), auf dem Etikett nummeriert (Kugelschreiber). Farbig illustr. Orig.-Karton (43 x 30 x 6,5 cm.). (Edition No. 2).
Pop Art – Seltene Variante Nr. 2. - Eins von 100 Exemplaren. - Multiple hergestellt als limitierte Edition anlässlich der Ausstellung 'The Swimmer in the Economist' in Deutsche Guggenheim Berlin, März 1998. Produziert von der Hugo Boss AG. Edition Deutsche Guggenheim No. 2. James Rosenquists Paper Suit ist ein dreidimensionales Objekt-Multiple an der Schnittstelle von Pop-Art, Konzeptkunst und Modedesign. Gefertigt aus DuPont Tyvek - einem synthetischen Vliesstoff, der Papier imitiert, jedoch widerstandsfähiger ist - materialisiert das Werk den zentralen Diskurs der Pop-Art: die ästhetische Überhöhung des Konsumgegenstands und seine gleichzeitige Destruktion durch das Prinzip der Vergänglichkeit. Der klassische Herrenzweireiher, Inbegriff bürgerlicher Repräsentation, wird durch das Wegwerfmaterial in ein Paradox überführt - Distinktion durch Obsoleszenz. Die Edition entstand anlässlich der Ausstellung The Swimmer in the Econo-mist in der Deutschen Guggenheim Berlin und wurde in einer Auflage von 100 nummerierten, vom Künstler signierten Exemplaren von Hugo Boss produziert. Die Einbeziehung eines Modegiganten ist dabei kein Zufall, sondern konstitutiver Teil der konzeptuellen Aussage: Rosenquist instrumentalisiert die Modebranche als Komplizin und kritisches Objekt zugleich. Verpackt in einer genormten Kartonbox zitiert das Werk die Tradition des Readymade und überführt es in die Logik des limitierten Kunstmarkts. Paper Suit lässt sich somit als materialisierte Kritik an den Überschneidungen von Konsum, Mode und Kunstmarkt lesen - und verweist auf Rosenquists Gesamtwerk, das seit den frühen 1960er Jahren die Warenwelt als dominantes Bildreservoir der Moderne befragt.
Pop Art – Paper suit made of DuPont Tyvek. Height approx. 180.0 cm × 85 × 0.5 cm. Signed on the inner right side of the jacket: James Rosenquist (silver felt-tip pen), numbered on the label (ballpoint pen). Colourfully illustrated original cardboard box (43 × 30 × 6.5 cm). (Edition No. 2). Rare variant No. 2. - One of 100 copies. - Multiple produced as a limited edition on the occasion of the exhibition The Swimmer in the Econo-mist at the Deutsche Guggenheim Berlin, March 1998. Produced by Hugo Boss AG. Deutsche Guggenheim Edition No. 2. James Rosenquist's Paper Suit is a three-dimensional object multiple at the intersection of Pop Art, Conceptual Art, and fashion design. Fabricated from DuPont Tyvek - a synthetic nonwoven fabric that mimics paper yet is considerably more durable - the work materialises the central discourse of Pop Art: the aesthetic elevation of the consumer object and its simultaneous destruction through the principle of disposability. The classic double-breasted suit, the quintessential emblem of bourgeois representation, is transposed by the throwaway material into a paradox - distinction through obsolescence. The edition was created on the occasion of the exhibition The Swimmer in the Economist at the Deutsche Guggenheim Berlin and produced in a run of 100 numbered, artist-signed copies by Hugo Boss. The involvement of a fashion giant is no coincidence, but rather a constitutive element of the conceptual statement: Rosenquist instrumentalises the fashion industry as both accomplice and critical object. Packaged in a standardised cardboard box, the work invokes the tradition of the readymade and translates it into the logic of the limited-edition art market. Paper Suit can thus be read as a materialised critique of the overlapping spheres of consumption, fashion, and the art market - and points to Rosenquist's broader oeuvre, which since the early 1960s has interrogated the world of commodities as the dominant pictorial reservoir of modernity.
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