Online Katalog mit allen Losen / Auktion 160
Moderne und Zeitgenössische Kunst
Samstag, 11. Juli 2026, 11:00 Uhr - im Nachverkauf
Los 286 Otto Dix. Liegende Frau. 1932. …
Liegende Frau. 1932. Kohlezeichnung auf festem Schöllerhammer Velin (mit Trockenstempel). 51 x 73 cm. Signiert. Punktuell auf Unterlage montiert. - Rechter Blattrand leicht gestaucht sowie mit kleiner, fachmännisch hinterlegter Läsur. Insgesamt sehr gut.
Neue Sachlichkeit
Klassische Moderne – Provenienz: Otto-Dix-Stiftung, Vaduz. - Lorenz NSk 11.3.3. - Die 1932 entstandene Kohlezeichnung spiegelt mit ihrem Motiv eines weiblichen Aktes die Spannung zwischen klassischer Bildtradition und schonnungsloser Unmittelbar wieder, die im Werk von Otto Dix eine zentrale Rolle einnimmt. In den frühen 1930er Jahren wandte sich Dix zunehmend von der Gesellschaftskritik der Neuen Sachlichkeit ab und orientierte sich an den Vorbildern der altdeutschen und flämischen Malerei, was sich unter anderem in der souveränen, auf malerische Wirkung zielende Linienführung abzeichnet. Dabei bedient er sich der ikonographischen Tradition der Altmeister, wie Girgiones "Schlummernde Venus" oder Manets "Olympia", die er in seine unmittelbare Bildsprache übersetzt.
Classical Modernism – New Objectivity. - Charcoal drawing on sturdy Schöllerhammer vellum (with dry stamp). Signed. - The right-hand edge of the sheet is slightly creased and has a small tear that has been expertly repaired. Overall in very good condition. - Provenance: Otto Dix Foundation, Vaduz. - Lorenz NSk 11.3.3. - Created in 1932, this charcoal drawing, with its motif of a female nude, reflects the tension between classical pictorial tradition and unflinching immediacy, a tension that plays a central role in Otto Dix's work. In the early 1930s, Dix increasingly turned away from the social criticism of New Objectivity and drew inspiration from the models of Old German and Flemish painting, a shift evident, among other things, in the confident line work aimed at achieving a painterly effect. In doing so, he draws on the iconographic tradition of the Old Masters, such as Girgione's 'Sleeping Venus' or Manet's 'Olympia', which he translates into his own immediate visual language.
Zuschlagspreis: 4700 €
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