Online Katalog mit allen Losen / Auktion 160
Moderne und Zeitgenössische Kunst
Samstag, 11. Juli 2026, 11:00 Uhr - im Nachverkauf
Los 193 Zwy Milshtein. Une Semaine chez Tante Rose. …
Une Semaine chez Tante Rose. 1976. Mit einer Originalzeichnung und 10 (11) signierten Radierungen, sowie einer beigegebenen Radierung. Kaltnadelradierung, Prägung bzw. Originalzeichnung. Je 29,5 x 30,5 (56 x 37 cm) bis 42,5 x 31,5 cm (53,5 x 37,8 cm). Je signiert und datiert. - Lose Lagen in Hlwd.- Mappe. - Prachtvolle gratige Abzüge teils mit Plattenton.
Französische Moderne – Je eins von 57 Exemplaren (10 Radierungen), bzw. eins von 100 Exemplaren. - Die Originalzeichnungen auf dem Einband. Dabei: Originalphotographie den Künstler den Einband zeichnend. - Zwy Milshtein (1934-2020) war ein rumänisch-französischer Künstler, der als Jude vor Nazis und Stalinismus floh und nach Stationen in Georgien, Israel und Bukarest 1956 dank eines Stipendiums nach Paris gelangte, wo er sich dauerhaft niederließ. 1947 gelangte er über Zypern nach Israel, wo er bei dem Bildhauer Asaf Ben Zvi Skulptur studierte. In Israel (1948-1956) lernte er bei den Malern Raitler, Avni, Ardon und Mokady und hielt 1954 in Tel Aviv seine erste Einzelausstellung ab. 1956 ermöglichte ihm ein Stipendium der Norman Foundation den Umzug nach Paris, wo er sich dauerhaft niederließ und sofort in den Kreis der Pariser Schule eintauchte. Als jüngstes Mitglied der Pariser Schule bewegte er sich im Umfeld von Rouault, ließ sich von Bosch, Goya, Chagall und Soutine inspirieren und wurde 1991 von Roland Topor zur letzten Ausstellung der Panic Movement-Gruppe eingeladen. Seine Graphiken sind geprägt von expressiver Kraft, humanistischer Tiefe und einer unverwechselbaren Bildsprache zwischen Chaos und Poesie. Sie wimmeln von menschlichen Figuren, Gesichtern und Charakteren - Porträts und Selbstporträts, die erschreckt, belustigt oder verloren wirken. Alltägliche Gegenstände erhalten bei ihm eine fast epische Dimension. Seine Bildwelt verbindet Erinnerungen, imaginäre Völker, Kriegsszenen und mythologische Verweise zu einem lebhaften, traumartigen Panoptikum.
French Post War – With one original drawing and 10 (11) signed etchings, as well as one additional etching. Drypoint etching, embossing and original drawing respectively. Each signed and dated. - Loose leaves in a half-cloth portfolio. - Magnificent burr-rich impressions, some with plate tone. Each one of 57 copies (10 etchings), or one of 100 copies respectively. - The original drawings on the cover. Included: original photograph of the artist drawing the cover. - Zwy Milshtein (1934-2020) was a Romanian-French artist who, as a Jew, fled the Nazis and Stalinism and, after stays in Georgia, Israel, and Bucharest, arrived in Paris in 1956 thanks to a scholarship, where he settled permanently. In 1947 he reached Israel via Cyprus, where he studied sculpture under the sculptor Asaf Ben Zvi. In Israel (1948-1956) he studied under the painters Raitler, Avni, Ardon, and Mokady, and held his first solo exhibition in Tel Aviv in 1954. In 1956, a scholarship from the Norman Foundation enabled him to move to Paris, where he settled permanently and immediately became part of the circle of the School of Paris. As the youngest member of the School of Paris, he moved in the orbit of Rouault, drew inspiration from Bosch, Goya, Chagall, and Soutine, and was invited by Roland Topor in 1991 to the final exhibition of the Panic Movement group. His graphic works are marked by expressive power, humanistic depth, and a distinctive visual language poised between chaos and poetry. They teem with human figures, faces, and characters - portraits and self-portraits that appear startled, amused, or lost. Everyday objects take on an almost epic dimension in his work. His visual world combines memories, imaginary peoples, and scenes of war.
Nachverkaufspreis: 800 €
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