Auktion 158

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Moderne und Zeitgenössische Kunst

Samstag, 13. Dezember 2025, 11:00 Uhr - im Nachverkauf

Los 290 André Albert Marie Dunoyer de Segonzac. 2 Originalzeichnungen, 16 …

2 Originalzeichnungen, 16 Radierungen (davon 8 als Extrasuite, davon ein Bon á tirer Abzug, sowie 2 eigenhändige Briefe des Künstlers). In Roland Dorgelès, Le Cabaret de la Belle Femme, Paris, Albin Michel, 1924. - Prachtvolle, gratige teils tiefschwarze Drucke mit Plattenton.

Klassische Moderne – Liore/Cailler, Catalogue De L'oeuvre Gravé De Dunoyer De Segonzac 1919 - 1927, 27-34. - (Sehr Selten.) Segnonzac schuf für das Buch insgesamt acht Radierungen, die Figuren, Milieus und Stimmungen des Textes visuell eindrucksvoll ergänzen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch feine Linienführung, subtile Schraffuren und eine sensible Beobachtung menschlicher Charaktere aus. Segonzacs Radierungen arbeiten mit variabler Strichdicke und dichter Schraffur, um eine lebendige Tiefenwirkung zu erzeugen. Das Buch "Le Cabaret de la Belle Femme" von Roland Dorgelès, veröffentlicht 1919 bei Albin Michel, ist ein Roman, der auf den Erfahrungen des Autors im Ersten Weltkrieg basiert. Es erzählt den Alltag französischer Soldaten im Krieg. Der Erzähler schildert unter einem Pseudonym verschiedene Episoden seines Kriegsverlaufs - vom Eintritt in den Krieg, über gefährliche Missionen und das Leben in den Schützengräben bis hin zu Tod oder Rückkehr von Kameraden. Insgesamt verbindet das Werk die persönliche Erfahrung des Krieges mit einer literarischen Darstellung der Kameradschaft, der Härten des Kriegsalltags und der psychischen Belastungen der Soldaten im frühen 20. Jahrhundert. - Mit zwei eigenhändigen Briefen: Er berichtet über persönliche und alltägliche Ereignisse während des Krieges, über die Genesung des Freundes nach einer Verletzung und teilt mit, dass Jean, offenbar ein gemeinsamer Bekannter, bald zurückkehrt. Segonzac schildert seine Umgebung und Aktivitäten, darunter das Leben am Fluss, das Malen und Begegnungen mit anderen Künstlern wie Guillaume, den er als "Marchand de tableaux" bezeichnet, sowie seine Einschätzung zeitgenössischer Künstler wie Matisse. Er äußert Bewunderung für Werke von Pey und Matisse und beschreibt seine eigene Motivation zum Arbeiten und seine Sehnsucht nach einem ruhigeren Leben im Gegensatz zu den Strapazen des Kriegsalltags.

Classical Modernism – Two original drawings, sixteen etchings (eight of which are in an extra suite, including one bon à tirer print), and two letters written by the artist himself. In Roland Dorgelès, Le Cabaret de la Belle Femme, Paris, Albin Michel, 1924. - Magnificent, burr-edged, partly deep black prints with plate tone. (Very rare.) Segnonzac created a total of eight etchings for the book, which visually complement the characters, settings, and moods of the text in an impressive way. His works are characterized by fine lines, subtle hatching, and a sensitive observation of human characters. Segonzac's etchings use variable line thickness and dense hatching to create a vivid sense of depth. The book "Le Cabaret de la Belle Femme" by Roland Dorgelès, published in 1919 by Albin Michel, is a novel based on the author's experiences in World War I. It recounts the everyday life of French soldiers at war. Under a pseudonym, the narrator describes various episodes of his war experience-from entering the war, to dangerous missions and life in the trenches, to the death or return of comrades. Overall, the work combines personal experience of war with a literary portrayal of camaraderie, the hardships of everyday life in the war, and the psychological strain on soldiers in the early 20th century. - (With two handwritten letters:) He reports on personal and everyday events during the war, on his friend's recovery from injury, and informs him that Jean, apparently a mutual acquaintance, will soon be returning. Segonzac describes his surroundings and activities, including life by the river, painting, and encounters with other artists such as Guillaume, whom he refers to as a "Marchand de tableaux," as well as his assessment of contemporary artists such as Matisse. He expresses admiration for the works of Pey and Matisse and describes his own motivation to work and his longing for a quieter life in contrast to the hardships of everyday war life.

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